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Cocktail für eine Leiche

by mister on Dezember 27th, 2010
Cocktail für eine Leiche Kritik

Action:★★¼☆☆ 
Humor:☆☆☆☆☆ 
Spannung:★★★★★ 
Romantik:★½☆☆☆ 
Drama:★★½☆☆ 
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Erscheinungsjahr: 1948 Regisseur: Alfred Hitchcock Darsteller: James Stuart, Joan Chandler Genre: Thriller Produktionsland: USA Laufzeit: 80 min. Imdb-Wertung: 8,1/10

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Cocktail für eine Leiche hat, wie es bei Hitchcock nicht anders sein könnte, ein starkes und spannendes Konzept als Grundlage. Schon direkt nach dem Vorspann beginnt er seine Spannung auszubauen.

In der ersten Szene sieht man wie zwei Männer in der Bibliothek ihrer Wohnung einen Mann mit einem Strick erwürgen. Daraufhin verstecken sie ihn in einer alten Holztruhe und geben am gleichen Abend eine Party, auf der auch die Eltern des Jungen sind, den sie getöten haben. Der Eigentümer der Wohnung sieht diese Party als Krönung für ihr Verbrechen, die perfekte Ergänzung. Für ihn ist der Mord völlig grundlos. Er hat ihn nur begangen, um zu zeigen, dass er in der Lage ist, einen Mord zu begehen, ohne zur Rechenschaft gezogen zu werden. Gestützt wird diese Theorie von Nietzsches Portrait des Übermenschen.

Das Spannende an Cocktail für eine Leiche ist, dass sich das gesamte Geschehen in einer Wohnung abspielt, in der sich einerseits das Rätsel, andererseits dessen Lösung befindet. Das erste in Form der Leiche, das zweite in Form der Gäste. So ist erzeugt der Film konstante Spannung.

Der Film spielt in Echtzeit. Das bedeutet, Hitchcock achtete darauf, dass die einzelnen Szenen wirken, als würden sie direkt aufeinanderfolgen, als gäbe es keine zeitlichen Brüche dazwischen. Um diesen Effekt glaubhaft umzusetzen, kreierte er ewig lange Shots, von bis zu zehn Miuten, bei denen die Kamera quer durch die Szene wandert. Das Szenario der Wohnung wurde dafür so konzipiert, dass während der Aufnahmen einzelne Wände verschoben werden konnten, sodass die kamera genügend Bewegungsspielraum  hatte.

Ich fand der Auflösung  der Story fehlte schließlich doch etwas Tempo, der Film kommt nach hinten raus zu wenig in Schwung. Hitchcock selbst sagte, der Film sei ein Experiment, dass nicht funktionierte. Vielleicht meinte er damit eben, dass die Vorraussetzungen vielversprechend waren, das Ende hingegen enttäuschend. Aber allein wegen der ersten 60 Minuten ist der Film schon sehenswert.

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