Skip to content

Kritik: Manderlay

by mister on März 28th, 2011
Kritik Manderlay

Action:★¼☆☆☆ 
Humor:½☆☆☆☆ 
Spannung:★★½☆☆ 
Romantik:★★½☆☆ 
Drama:★★★★★ 
_______________________________________________________________

Erscheinungsjahr: 2005 Regisseur: Lars von Trier Darsteller: Bryce Dallas Howard, Willem Dafoe, Danny Glover Genre: Drama Produktionsland: Dänemark, SE, NL, Frankreich, Deutschland, UK, Italien Laufzeit: 139 min. Imdb-Wertung: 7,4/10

_______________________________________________________________

Manderlay ist der zweite Teil der Amerika Reihe des dänischen Regisseurs Lars von Trier. Inhaltlich knüpft er ziemlich direkt an den ersten Teil (Dogville) an, aber er funktioniert auch ohne den ersten Teil gesehen zu haben.

Da Nicole Kdimanm, welche die hoffnungslos idealistische Hauptrolle (mit dem charakteristischen Namen „Grace“) in Dogville übernommen hatte, keine freien Termine während den Arbeiten zu Manderlay einrichten konnte, übernahm Bryce Dallas Howard diesen Part bei der Fortsetzung. Der undurchsichtige und unberechenbare Vater von Grace, der sich als Gangsterboss seinen Wohlstand erarbeitet hat, wechselte auch die Besetzung während dem Übergang vom ersten zum zweiten Teil und wird hier von Willem Dafoe gespielt. Für die ursprüngliche Besetzung war die Darstellung der USA in Manderlay laut Presseangaben zu vorwurfsvoll.

Und wirklich geht von Trier mit allen Beteiligten der Handlung hart ins Gericht. Die Story ist in den 50er Jahren angesiedelt und spielt sich im Bundesstaat Alabama ab, wo Grace versucht eine Farm mit großem Anwesen, die unter weißer Führung steht und Schwarze als Sklaven zur Feldarbeit hält, in ein autonomes Unternehmen mit demokratischer Beteiligung der Sklaven umzuwandeln.

Das interessante an diesem filmischen Experiment ist, dass von Trier eine völlig isolierte Gemeinschaft erstellt und an ihr Experimente einer Gesellschaftsgründung ausprobiert. Dabei stellt er auch den universellen Idealismus von Grace auf die Probe. Allerdings verknüpft er damit die Geschichte der Sklaverei in den USA und stellt sowohl US-Bürger wie auch Afros in ein sehr fragwürdiges Licht. Laut eigenen Angaben sind alle im Film „zu dumm“ um sich mit ihrer Umwelt auseinanderzusetzen. Dennoch bleibt das soziologische Experiment interessant und auch gut durchdacht, selbst wenn es von Zeit zu Zeit etwas langatmig wirkt.

Was den Film außerdem auszeichnet, ist die schon in Dogville praktizierte Anlehnung an das Theater. Der Film ist mit minimalistischen Mitteln gestaltet und beinahe ausschließlich von Dialogen oder Monologen getragen. Die Requisite wurde soweit reduziert, dass Gebäude, Wege und sonstiges Szenario zum Großteil nur als Kreidezeichnungen auf dunklem Untergrund angedeutet sind und der Ort des Geschehens beschränt sich über die gesamten zwei Stunden hinweg auf nur einen einzigen Schauplatz. Dadurch wirkt Manderlay, wie auch Dogville insgesamt mehr wie eine Bühnenaufführung, als wie ein Spielfilm.

The video cannot be shown at the moment. Please try again later.

 

No comments yet

Leave a Reply

Note: XHTML is allowed. Your email address will never be published.

Subscribe to this comment feed via RSS