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Kritk: Cidade de Deus

by mister on März 23rd, 2011
Kritik City of God

Action:★★★★¼ 
Humor:★★★☆☆ 
Spannung:★★★★★ 
Romantik:★★★½☆ 
Drama:★★★★☆ 
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Erscheinungsjahr: 2002 Regisseur: Fernando Meirelles Darsteller: Alexandre Rodriguez Genre: Action, Drama, Romantik Produktionsland: Brasil, France Laufzeit: 130 min. Imdb-Wertung: 8,8/10

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Dieser Tage habe ich mal wieder einen Klassiker aus dem Regal geholt. Cidade de Deus oder City of God erzählt die Geschichte einer Favela vor Rio de Janeiro. Was mich an diesem Film am meisten fasziniert, ist die wirklich geschickt eingefädelte Narration, sowie seine durchschlagende Authentizität.

Cidade de Deus wird aus der Perspektive Buscapés erzählt. Er wuchs in der Stadt Gottes auf, einer kleinen Siedlung ohne Strom, Straßen und fließendem Wasser. Um die Geschichte seines Viertels aufzurollen, greift er bis in die sechziger Jahre zurück, wo die Gang seines Bruders die Straßen unsicher machte. In den folgenden Jahrzehnten wurde die Gegend wieder und wieder von Banden und Drogendealern beherrscht. Um das Bild seiner Siedlung abzurunden setzt er bei seiner Erzählung an verschiedenen Enden an. In mehreren Kapiteln stellt er die verschiedenen Charaktere, die verschiedenen Entwicklungen vor und führt diese einzelnen Aspekte schließlich zu einem Gesamtbild zusammen. Auf diese Weise ist der Film vielseitig, vom Actionstreifen bis zur Romanze und bleibt bis zum Ende spannend, weil die einzelnen Fragmente sich mehr und mehr verstricken und die sich die Dynamik der Handlung immer weiter ausbaut.

Der Cast von Cidade de Deus besteht hauptsächlich aus Laiendarstellern. Die Crew veranstaltete ein Casting mit 2000 Teilnehmern, die allesamt aus den Favelas rund um Rio de Janeiro stammten und stellte schließlich einen Workshop mit denen zusammen, die ihnen am Meisten zusagten. Innerhalb weniger Monate brachten sie ihnen bei mit der Kamera umzugehen und sich auf ihre Rollen einzulassen. Insgesamt arbeitete Director Meirelles mit rund 200 Darstellern, die zuvor keine Erfahrung im Film hatten. Ich finde das Resultat dieses Arbeitsprozesses sehr beeindruckend. Die Produzenten verstanden das Talent ihrer Schauspieler aufblühen zu lassen. Man spürt die Authentizität und die Unverfälschtheit in ihrem Spiel sofort. Nicht zuletzt basiert die Geschichte der City of God auf wahren Begebenheiten. Die Siedlung existiert wirklich, einige der Darsteller stammen sogar von dort, die zentralen Figuren sind nicht erfunden und auch viele der dargestellten Ereignisse haben sich wirklich zugetragen.

Ich kann den Film nur wärmstens empfehlen. Er gibt einen Einblick in eine Welt, die unendlich weit entfernt zu sein scheint, bietet erstklassige Unterhaltung auf verschiedenen Ebenen, gepaart mit einer interessanten Geschichte und zu guter Letzt ist das Schauspiel der Kids aus Rio definitiv einen Blick wert. Ich, für meinen Teil, habe ihn gestern sicher zum siebten oder achten Mal geschaut.

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