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Lady Vengeance

by mister on Mai 6th, 2010
Lady Vengeance Kritik

Action:★★★¼☆ 
Humor:★☆☆☆☆ 
Spannung:★★★★☆ 
Romantik:½☆☆☆☆ 
Drama:★★★★★ 

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Erscheinungsjahr: 2005 Regie: Chan-Wook Park Darsteller: Yeong-ae Lee, Min-Sik Choi Genre: Drama Produktionsland: Süd Korea Laufzeit: 115 min. Imdb Wertung: 7,7/10

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Spätestens seit seinem Kultfilm Oldboy hat der koreanische Regisseur Park Chan Wook auch hierzulande einen Namen. Mit Lady Vengeance (oder im Original: „die gutherzige Frau Geum ja) hat er im Jahr 2005 den dritten und letzten Teil seiner Rache-Trilogie veröffentlicht.

Der wohl markanteste Aspekt an Lady Vengeance, der ihn von seinen beiden Vorgängen (Sympathy for Mr. Vengeance, Oldboy) unterscheidet ist, dass die Rache Thematik diesmal aus einer weiblichen Perspektive behandelt wird. Während sich in den Vorgängern Männer in einem Wutausbruch gegen die Ungerechtigkeit und das Leid das ihnen widerfahren ist, aufbäumten, führt in diesem dritten Teil eine Frau den Zuschauer durch ihren sorgfältig durchdachten Rachefeldzug. Dies ist zum einen interessant, da die Rache in diesem Fall auf einer viel rationaleren und bewussteren Ebene abgehandelt wird, wodurch der Gegenstand besser analysiert werden kann und zum anderen stellt es die explizite Gewalt, für die alle drei Filme bekannt siond, zumindest ein wenig in den Hintergrund.

Aber bei den Filmen aus Park Chan Wooks Rache Trilogie sollte sich der Zuschauer immer darauf einstellen, mit roher Gewalt konfrontiert zu werden, expliziter Natur auf dem Bildschirm und auch impliziter emotionaler Gewalt am Zuschauer selbst. Ich persönlich habe wenig Probleme mit Gewaltdarstellung auf dem Bildschirm, aber die psychische Gewalt, die zermürbende Tragik der Stories von Wook setzen mir immer wieder zu. Seine Charaktere sind geprägt von Hoffnungslosigkeit, sie sind am Boden zerstört und ihnen ist nichts geblieben als ihre Rache. Die gutherzige Frau Geum Ja zum Beispiel musste dreizehn Jahre im Gefängnis einsitzen, weil ein ehemaliger Lehrer, der sich nach einer ungewollten Teenie-Schwangerschaft um sie kümmerte, ihr ein Kidnapping mit anschließendem Mord in die Schuhe schob.

Aber die Stories mögen noch so unerbittlich sein, der Regisseur versteht es ihnen gerecht zu werden und so entwickeln sich grandiose Dramen mit viel Tiefgang. Er kann sich mit seiner Materie auf so vielen Ebenen ausseinandersetzen, vor allem auf philosphischer, dass seine Filme viel mehr sind als bloße Gewaltdarstellung.

Außerdem hat er ein Gespür für eine rauhe Ästhetik, die sich in beinahe jeder Einstellung widerspiegelt und so werden seine Filme schon rein optisch zum Genuss.

From → Drama, Mischmaschine

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