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Rezension: Dancer in the Dark

by mister on April 3rd, 2011
Kritik Dancer in the dark

Action:★★¼☆☆ 
Humor:¼☆☆☆☆ 
Spannung:★★★½☆ 
Romantik:★★½☆☆ 
Drama:★★★★★ 
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Erscheinungsjahr: 2000 Regisseur: Lars von Trier Darsteller: Björk, David Morse, Peter Stormare Genre: Drama, Musik Produktionsland: Spanien, Argentinien, Dänemark, Deutschland, Niederlande, Italien, USA, UK, Frankreich, Schweden, Finland, Island, Norwegen Laufzeit: 140 min. Imdb-Wertung: 7,9/10

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Lars von Trier experimentiert gerne in seinen Filmen. Bereits 1995 war er an der Entstehung des Dogma-Stils, der sich gegen die damals vorherrschenden Paradigmen des Kinos richtete, beteiligt. Aber das war nicht alles. Auch in den folgenden Jahren und bis heute bringt er stets neue Stilelemente in seine Filme mit ein. Dancer in the Dark bewegt sich nah an Dogma 95, auch wenn der Film nicht völlig ins Konzept passt. Er wurde mit einer Handkamera gedreht, wodurch der Film eine dokumentarische Komponente erhält. Um das Genre noch ein wenig durcheinanderzubringen verknüpft von Trier diese spartanische Produktionsweise mit Elementen aus Musical und Musikfilm.

Dancer in the Dark erzählt die Geschichte von Selma, einer Tschechoslowakin, die in die USA emigrierte. Dort lebt sie mit ihrem Sohn Gene in Armut. Sie versucht sich mit einem Job in einer Fabrik und sonstigen kleinen Nebenverdiensten über Wasser zu halten, doch leisten können sich die beiden nicht viel. Selma leidet an einer erblichen Krankheit, die sie zunehmend erblinden lässt und um ihrem Sohn dieses Schicksal zu ersparen, spart sie jeden Dollar für eine heilbringende Operation. Problematisch wird die Sache, wenn ihr Augenlicht völlig schwindet und sie noch dazu ihre Erparnisse verliert. Dancer in the Dark ist der dritte Teil der Golden Heart Trilogie von Lars von Trier, in der er sich mit aufopferungsvollen, altruistischen Frauenbildern beschäftigt. Auch Selma in Dancer in the Dark macht sich nichts daraus, wie die Welt sie behandelt, wie schwer ihr Schicksal sie schlägt. Alles was für sie zählt, ist ihr Sohn und sein Wohlergehen. Ein Aspekt, der den Charakter gleichsam noch interessanter macht, ist Selmas Vorliebe für Musicals. Während ihr Augenlicht schwindet, sie in eine dunkle Welt eintaucht, nimmt sie die Geräusche um sich herum viel intensiver wahr. Sie formen sich vor ihrem geistigen Auge zu einer aufmunternden Musik, die sie aus ihrer Tristesse reißt.

Lars von Trier suchte sich die isländische Sängerin und Komponistin Björk für die Rolle der Selma aus. Obwohl diese schon seit ihrer Kindheit an einer Musicalproduktion mitwirken wollte, zögerte sie lange mit ihrer Zusage. Letztendlich erklärte sie sich aber doch bereit und übernahm die Hauptrolle in dem Film. Und das ohne jemals irgendeine Art schauspielerischer Ausbildung absolviert zu haben. Für diesen Umstand ist ihre Darbietung wirklich erstaunlich. Lars von Trier sagte, Björks Herangehensweise sei eher „feeling“ gewesen, als eigentliches „acting“. Damit bringt er es meiner Meinung nach gut auf den Punkt. Ihre Darbietung wirkt unkonventionell und ehrlich, was die Rolle mit sehr viel Authentizität ausstattet.

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