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Rezension: Lucía y el Sexo

by mister on April 7th, 2011
Kritik Lucia und der Sex

Action:★★★☆☆ 
Humor:★☆☆☆☆ 
Spannung:★★★★☆ 
Romantik:★★★★½ 
Drama:★★★★★ 
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Erscheinungsjahr: 2001 Regisseur: Julio Medem Darsteller: Paz Vela, Tristan Ulloa Genre: Drama, Romance Produktionsland: Spanien, Frankreich Laufzeit: 128 min. Imdb-Wertung: 7,4/10

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Julio Medem ist mir erst seit kurzem bekannt. Aber schon als mir der Tipp gegeben wurde klang der Name des spanischen Regisseurs sehr vielversprechend für mich. Verworrene Geschichten und Surrealismus sind genau mein Ding. Gestern habe ich mich daraufhin mit Lucía y el Sexo, einer seiner späteren Produktion beschäftigt und war sehr davon angetan.

Lucía y el Sexo beginnt schon sehr lose strukturiert und teilweise sprungartig. Der Zuschauer wird mitten in das Geschehen geschmissen. Schnelle Schnitte und Ortswechsel leiten in die Problematik ein. Doch nach etwa 30 Minuten geht das Tempo runter und nimmt sogar poetische Erzählformen an, wenn der Film schließlich seine ganze Tragweite entwickelt hat. Medem hat ein sehr angenehmes Gespür dafür, die Szenen und vor allem die Übergänge mit kleinen Details zu verzieren, die die Narration sehr schön abrunden. Er verwendet eine sehr phantasievolle Sprache in diesem Film, die sehr guteAkzente setzt. Auf diese Weise kommt auch der surreale Charakter des Films größten Teils zustande. Verstärkt wird dieser noch dadurch, dass die Story über mehrere Ebenen erzählt wird, wodurch sich Fiktion und Realität hier und da vermischen.

Ich schätze, Lucía y el Sexo ist nicht jedermanns Sache. Ich würde schon sagen, dass es ein spezieller Film ist bei dem Mann als Zuschauer ab und an auch mal auf  dem Schlauch steht. Dennoch bleibt er alles in allem mehr oder weniger nachvollziehbar, wenn man nicht abgeschreckt wird durch ein paar eigenartige Wendungen. Außerdem handelt es sich hier um eine Tragödie. Der Film hat Passagen, die für meinen Geschmack ziemlich unter die Haut gehen. Er schaut sehr dunkle Abgründe hinab. Aber hier muss man ihm anrechnen, dass er das Beste daraus macht. Insofern würde ich Lucía y el Sexo eher als positiven Film einschätzen, im gegensatz zur klassischen Tragödie. Zu guter Letzt enthält der Film sehr explizite Szenen. Aber er heißt auch nicht umsonst Lucía Y el Sexo. Dennoch, auch hier wird dieser leicht verstörende Aspekt nicht unbedingt abschreckend dargestellt. Er konzentriert sich auf Intimität und die Leidenschaft, was als Stilmittel durchaus funktioniert.

P.S.: Sorry, aber das war der beste Trailer, den ich auftreiben konnte. Er bringt nicht wirklich viel vom Film rüber…

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