Skip to content

Rezension: Surveillance

by mister on Januar 21st, 2011
Filmkritik Surveillance

Action:★★★¼☆ 
Humor:★★★☆☆ 
Spannung:★★★★★ 
Romantik:½☆☆☆☆ 
Drama:★★★☆☆ 
______________________________________________________

Erscheinungsjahr: 2008 Regisseur: Jennifer Chambers Lynch Darsteller: Julia Ormond, Bill Pullman Genre: Horror, Thriller Produktionsland: USA, Deutschland, Kanada Laufzeit: 97 min. Imbd-Wertung: 6,4/10

______________________________________________________

In der Familie Lynch scheint eine überaus feinfühlige Begabung für Thriller umzugehen. Nach den Meilensteinen ihres Vaters zeigt nun auch Tochter Jennifer Lynch ihr Talent für verstörende Atmosphärik und psychischer Gewalt. Zwar auf einem jugendlicheren und cooleren Niveau als ihr Vater, aber die Richtung ist deutlich zu erkennen.

Gleich zu Beginn des Films, während des Vorspanns baut sich die düstere Atmosphäre des Films aus. Szenen, die nur mit Taschenlampen ausgeleuchtet werden und ein erstklassiger Sound, der Schreie ins Markerschütternde verzerrt und schließlich in Ambient-Musik wandelt, zeigen wo der Hammer hängt.

Und auch wenn der Film später nur Stellenweise wirklich brutal wird, verspricht das Intro nicht zu wenig. Surveillance ist eine bösartige Phantasie, die auf die Leinwand übertragen wurde. Der ganze Film basiert darauf, den Menschen ihre Schuld vor Augen zu führen. Aber anders als bei SAW beispielsweise, gibt es an diesem Nullpunkt keine Katharsis. Die Story erweist ein unglaubliches Feingefühl, beim Herauskitzeln unangenehmer Wahrheiten und mit seiner perfiden Bösartigkeit hält er die ganze Zeit über Spannung aufrecht. Denn die Story an sich funktioniert einwandfrei. Sie spielt sich in einem interessanten Szenario ab, durch das der Zuschauer durch Revue-Phasen und Humor getragen wird, während sich die subtile Richtung des Spektakels erst nach und nach zu erkennen gibt. Jaja, an dieser Stelle laufe ich Gefahr, zu viel zu verraten und ich höre jetzt auch auf damit. Aber für mich kommt es bei Surveillance auch nicht darauf an, ein Rätsel aufzulösen oder das Ende zu erraten. Das sollte auch nicht allzu schwer fallen. Nein, diese Ungewissheit ist nur ein kleines Zahnrad und wenn das entdeckt wurde, erscheinen überall im Film sorgfältig eingeflochtene Details, anhand derer der Film völlig neue Dimensionen annimmt. Das ist auch einer der Gründe, aus dem ich mir den Film immer wieder gern ansehe; neben dem konstanten Kribbeln im Bauch versteht sich.

No comments yet

Leave a Reply

Note: XHTML is allowed. Your email address will never be published.

Subscribe to this comment feed via RSS