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Tideland

by mister on Mai 2nd, 2010
Tideland Kritik

Action:★★¼☆☆ 
Humor:★★★☆☆ 
Spannung:★★★¾☆ 
Romantik:★★★½☆ 
Drama:★★★★¼ 

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Erscheinungsjahr: 2005 Regie: Terry Gilliam Darsteller: Jodelle Ferland, Brendan Fletcher,  Jeff Bridges Genre: Fatasy, Horror, Drama Laufzeit: 120 min. Imdb-Wertung: 6,5/10

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Während einer Pause im Dreh zu seinem Film „Brothers Grimm“ machte Terry Gilliam sich daran die völlig absurde Geschichte der kleinen Jeliza Rose zu verfilmen. Der Autor selbst sagt in einem Vorwort zum Film, er habe bei diesen Dreharbeiten das Kind in sich wiederentdeckt und wie sich herausgestellt hat, ist es ein kleines Mädchen.

Tideland basiert auf dem gleichnamigen Buch von Autor Mitch Cullin. Es behandelt die Geschichte eines Mädchens, das sich in ihrer Phantasie verirrt. Dabei kommen immer wieder Parallelen zu Alice im Wunderland auf. Nur in diesem Fall handelt es sich eindeutig nicht mehr um eine Kindergeschichte.

Die kleine Jeliza Rose wird von zwei heroinabhängigen Eltern großgezogen. Zu ihrem Vater, ein heruntergekommener Bühnenvetran grandios gespielt von Jeff Bridges, hat sie ein recht inniges Verhältnis, während sie ihrer Mutter mit einer Mischung aus Ekel und Furcht gegenübersteht. Als ihre Mutter eines Nachts an den Folgen des Methadons stirbt, bricht der Vater mit seiner Tochter auf, um in das Haus seiner Mutter zu ziehen, mitten in der Prärie.

Im Grunde wendet Tideland das selbe Prinzip an, wie auch Alice im Wunderland. Jedes Erlebnis der Protagonistin wird durch ihre verspielte Phantasie ausgeschmückt, sodass sie phantastische Welten erzeugt. Aber im Grunde genommen ist sie in einer sehr unschönen und unheimlichen Relaität gefangen. In ihrer Vorstellung erscheint das zwar alles völlig plausibel, aber der Zuschauer erkennt immer wieder verstörende Kombinationen aus kindlicher Unschuld und einer erwachsenen Umwelt, die ihre Unschuld längst verloren hat. Es ergibt sich eine groteske Kombination von Realität und Wahrnehmung, die an manchen Stellen beängstigt, an anderen ekelt und hier und da auch zu rührender Komik verleitet.

Tideland wird zum Fantasy oder sogar zum Horror Genre gezählt, aber eigentlich passt es in keins der beiden wirklich hinein. Obwohl ein paar Elemente daraus im Film vorkommen, bewegt er sich dazwischen. Und das ist gerade der verstörende Effekt des Films: Während dem Zuschauer bei Horror oder Phantasie Produktionen immer bewusst ist, dass es sich um Hirngespinste handelt,scheint die erschreckende Wirklichkeit in Tideland immer wieder hindurch.

Der Grusel ist subtil eingeflochten, von absurder Genialität, wie nur Terry Gilliam es zustande bringen kann.

From → Horror, Mischmaschine

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