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Tron

by mister on Mai 5th, 2010
Tron Kritik

Action:★★¼☆☆ 
Humor:★★☆☆☆ 
Spannung:★☆☆☆☆ 
Romantik:★★★☆☆ 
Drama:★☆☆☆☆ 

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Erscheinungsjahr: 1982 Regie: Steven Lisberger Darsteller: Jeff Bridges, Bruce Boxleitner Genre: Sci-Fi, Abenteuer Produktionsland: USA Laufzeit: 93 min. Imdb Wertung: 6,6/10

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Im Jahr 1982 produzierten die Disney Studios unter Regie von Steven Lisberger, der später auch zu einer der zentralen Figuren der Pixar Studios (Toy Story, Oben, Findet Nemo) werden sollte, eine der ersten Versuche Computeranimationen in Spielfilmen zu verwenden. Mit Tron zeichneten sie eine teeniegerechte High-Tech Zukunft, in der sogenannte User mit ihren Programmen ein Alter Ego entwerfen, das sie in einen riesigen, despotischen Zentralcomputer einschleusen.

Mittlerweile sind computer generierte bilder (CGI) in fast jedem Film zu finden und in vielen Fällen fallen sie nicht einmal auf, so subtil sind sie eingearbeitet. Aber im Jahr 1982 mussten die Produzenten noch viel Einfallsreichtum zeigen, um ihrem Film eine High-Tech Grafikoberfläche zu geben. Dem Stand der Technik zufolge können diese Grafiken auch nicht wirklich begeistern, zumindest heute nicht mehr.

An dieser Stelle muss eingefügt werden, dass der Film auch im Gesamten nicht wirklich überzeugen kann. Story und auch das Schauspiel sind Größtenteils ziemlich arm. Das Einzige, das ich noch halbwegs interessant fand, war wie das Arcade Gaming eingebaut wurde. Der Geist der Spielhallen hat sich in dem Film versteckt und sorgt für nette Unterhaltung.

Aber neben den vergleichsweise unspektakulären Grafikszenen hat der Film eine interessante Technik für die live gedrehten Episoden entwickelt. Um auch dem Kameramaterial einen futuristischen Look zu geben, wurden die Szenen zuerst in schwarz Weiß aufgenommen und der ursprüngliche Film wurde dann mit weiteren Folienschichten überlagert, welche Fototechnisch bearbeitet wurden. Dadurch wurden vor allem die seltsamen Leuchteffekte erzeugt, die dem Film eine sehr eigene Erscheinung geben. Diese Technik wird Backlit Animation genannt. Aber sie ist sehr umständlich und ressourcenintensiv, sodass sie sonst kaum Anwendung in Filmroduktion gefunden hat.

Ein weiteres Highlight von Tron ist die Vertonung, die von Synthie-Pionieren umgesetzt wurde. Die haben sich ein paar sehr verrückte Ideen dafür ausgedacht, wie sich beispielsweise Fußschritte in einer virtuellen Welt anhören.

In der Hauptrolle spielt ein dreiunddreissig Jahre alter Jeff Bridges einen Programmierer mit außerordentlichem Talent. Er hatte damals noch nicht so viele Falten wie heute und auch der Bart fehlt.  Aber obwohl ich große Stücke auf ihn halte, auch er kann sich durch sein schauspielerisches Können nicht weit hervorheben.

Ich denke, Tron ist zwar interessant, wenn man Einblicke in die Anfänge der Computertechnik im Film bekommen möchte und ein bisschen Amüsant ist er auch, aber viel Unterhaltung hat er nicht zu bieten. Einer der stärksten Punkte war meiner Meinung nach die Backlit Animation und selbst die war nicht ganz einwandfrei.

From → Action, Mischmaschine

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